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Thema

Zeitgenössische Überlegungen zur Musiktheorie
Von
der Autonomie der Musik, den Medien, der Bedeutung der Gesellschaft und der Globalisierung
Berichte und Beiträge aus Tagungen 1999 - 2002

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Das Postulat einer 'autonomen Musik' soll das künstlerische Schaffen davor bewahren, allein auf bloße Zwecke und Funktionen eingeengt zu werden. Autonomie behauptet es nicht nur gegenüber den kommerziellen Varianten in der Unterhaltungsmusik, sondern auch gegenüber nicht-kommerziellen Formen. 'Autonome Musik' entwickelt sich - so lautet der Anspruch - aus sich selbst, aus innermusikalischen Notwendigkeiten heraus weiter.

Marxistische Kritiker betonen dagegen, dass Kompositionen jeder Art die soziale Herkunft der Tonkünstler anhaftet. Feministinnen ergänzen, dass bei der Wahl der Töne und Klangmittel auch Gender - das soziale Geschlecht - eine nennenswerte Rolle spielt. Problematisch wird es, wenn Musikpolitik daraus Konsequenzen ziehen und nicht nur 'autonome Musik' ermöglichen will, sondern den Massengeschmack zu "therapieren" sucht. Eine Praxis, die in den sozialistischen Ländern verbreitet war - und z.B. in der Volksrepublik China auch gegenwärtig noch üblich zu sein scheint.

Ein bedeutender Einfluss für zeitgenössisches Komponieren ist die Globalisierung. Durch das Internet und moderne Kommunikationsmedien stehen Musik und visuelle Klangeindrücke aus aller Welt - wenn auch isoliert vom örtlichen Kontext - zur Verfügung und regen die Künstler an. Eine Entwicklung, die nicht völlig neu ist, aber eine Dynamik gewonnen hat, die multinationale Musikunternehmen interessiert. Sie hoffen auf eine weltweite Vermarktungsmöglichkeit solcher Musik. Die Folgen sind nicht absehbar.

Die Grenzen zwischen den Genres, vor allem zwischen der sog. ernsten und der unterhaltenden Musik werden dadurch zunehmend fließend. Das verlangt nach Interdisziplinarität in der Erforschung der Musik. Theoriebildung ist nicht allein ein musikwissenschaftliches Thema, sondern auch nicht zuletzt auch ein sozial- und kulturwissenschaftliches. Eine Tatsache, die auf musikwissenschaftlichen Fachtagungen immer häufiger einen Blick über den Tellerrand der eigenen Disziplin zur Folge hat. Im kanadischen Toronto veranstalteten im Herbst 2000 zu diesem Zweck fünfzehn kanadische und US-amerikanische Organisationen aus allen Feldern der Musikforschung eine gemeinsame Megakonferenz mit rund 3400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern: Musical Intersections.

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 Beispiele 

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  • Lehren, Lernen und Vermitteln

  • Komponisten

  • Populäre Genres

Praxis 

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außerdem  


Beiträge für

 

BR 5, DLF, DLR Berlin,
NDR 3, NDR 4,
SR 2, WDR 3


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